Geschäftsreise nach Russland (25. - 29. Mai 2020)

Beim Thema „Industrieabfälle“ sind deutsche Technologien gefragt

Um den Unternehmen den Zugang zum russischen Binnenmarkt zu erleichtern, organisiert die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) eine Geschäftsreise nach Russland zum Thema „Industrieabfälle“.
Recycling - Thema Industrieabfälle

Im Januar 2019 startete die erste Reform der Abfallindustrie Russlands. Deutschland dient hierbei als Vorzeigeland. So wundert es nicht, dass deutsche Technologien im Bereich der Umwelt- und Recyclingtechnik sowie der Kreislaufwirtschaft sehr gefragt sind.

Nun organisieren die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) eine Geschäftsreise nach Russland. Das Thema „Industrieabfälle“ steht hierbei im Fokus. So werden die Teilnehmer, während ihres Aufenthalts in Russland, Stakeholder und Entscheider aus der Entsorgungsbranche treffen. Auf diese Weise können sich interessierte Unternehmen direkt vor Ort vernetzen und erhalten dabei zugleich ein detailliertes Bild der Lage.

Die Reise findet vom 25. bis 29. Mai 2020 statt. Über Moskau geht es weiter in das Ural-Gebiet zu den russischen Industrie-Großstädten Jekaterinburg und Tscheljabinsk.

Zur Teilnahme sind jene Unternehmen eingeladen, welche Technologien und Ausrüstungen für die Entsorgung und Verarbeitung von Industrieabfällen anbieten.

Das Ziel des Programms besteht darin, Hersteller hochwertiger Technologien, Produkte und Dienstleistungen aus Deutschland beim Auf- und Ausbau ihrer Geschäftstätigkeit in den genannten Regionen zu unterstützen.

Weitere Informationen zum Programm sowie Anmeldemöglichkeiten finden Sie direkt auf der Seite der russischen AHK:
https://russland.ahk.de/events/detail/leistungsschau-im-bereich-industrieabfaelle

Die Teilnehmerzahl ist auf max. 12 Teilnehmer begrenzt.

Anmeldeschluss ist der 14. Februar 2020.

Hintergrundinformationen: Russische Abfallreform

Nur etwa 4 % der Abfälle in Russland werden verarbeitet. Ein Großteil des Mülls landet auf unzähligen Deponien, was zu lauten Protesten der Bevölkerung aus den betroffenen Gebieten führt. Eine Abfalltrennung findet nur im Rahmen einzelner Pilotprojekte statt.

Nach Angaben der Russischen Agentur für internationale Informationen „RIA Novosti“ haben sich mehr als 60 Milliarden Tonnen Müll angesammelt, Tendenz steigend. Zum besseren Verständnis: Die in Russland „zugemüllte“ Fläche ist etwa so groß wie die gesamte Schweiz.

Das Ural-Gebiet zählt zu den am stärksten verschmutzten Industrieregionen Russlands. Wachsende Großstädte (wie zum Beispiel Swerdlowsk und Tscheljabinsk) entsorgen etwa 45% ihrer Industrieabfälle in diesem Gebiet.

Ziele der Abfallreform

Zu den wichtigsten Zielen der Abfallreform gehören der Aufbau von Weiterverarbeitungsmöglichkeiten der Industrieabfälle, die Mülltrennung und Verwertung, der Aufbau eines Sammelsystems mittels Pfandautomaten sowie der Einstieg in eine Kreislaufwirtschaft im Bereich der Entsorgungsbranche.

Chancen für deutsche Unternehmen

Die Russische Reform der Abfallindustrie bietet zahlreiche Chancen für den Einstieg deutscher Unternehmen in einen durchaus attraktiven Markt. Allein die Anzahl von 50.000 öffentlichen Ausschreibungen auf dem nationalen russischen Portal zakupki.gov.ru sprechen für sich. Hausmüllverbrennungsanlagen in Stawropol sowie Anlagen zur Müllsortierung und Müllverarbeitung in Jekaterinburg können zu interessanten Einstiegsprojekten für deutsche Unternehmen werden. Deutsche Technologien und Technik sind gefragt (Umwelt- und Recyclingtechnik, Abfallsammelfahrzeuge, aber auch Sackkaufreißer und Übergrößentrenner).

Auf der Plattform germantech.ru , ins Leben gerufen von der russischen AHK und dem deutschen Umweltministerium, können sich deutsche und russische Unternehmen aus der Abfallbranche fachlich austauschen und vernetzen.

Deutsche Unternehmen, die sich angesprochen fühlen und im genannten Bereich tätig sind, sollten die Chance nutzen, um sich mit dem russischen Abfallmarkt vertraut zu machen. Auch wenn einige Hürden zu überwinden sind, der russische Markt wächst und bietet gerade jetzt deutschen Unternehmen die Chance Fuß zu fassen.

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